| Das Messie-Syndrom:
Mit Selbsthilfegruppe den Alltag organisieren lernen
Kreis Unna. In Unna besteht schon seit einigen Jahren eine
Selbsthilfegruppe von Menschen, die dem Messie-Syndrom
zuzuordnen sind und die gerne neue Mitglieder in ihrer Mitte
begrüßen würde. Die Selbsthilfegruppe "Messies" bietet durch
gegenseitigen Austausch und Unterstützung Betroffenen die
Möglichkeit, ihr Denk- und Handlungsschema und die persönliche
Isolation auf- zubrechen.
Nach neueren Erkenntnissen sind die meisten Messies unauffällig
und von wenig äußerem Chaos umgeben. Oft stehen die Betroffenen
im Berufsleben in verantwortlichen Positionen und
müssen strukturiert und organisiert arbeiten. Im Privatleben
tritt dann ihr Problem der Desorganisation zu Tage. Auslöser
dafür sind häufig ein inneres Gefühlschaos und ungelöste Konflikte.
Zu Verlas- senheitspanik, Trennungsängsten und der Sorge, sich
abzugrenzen, kommt die Auseinander- setzung mit der Thematik
Horten und Nicht-Wegwerfen-Können. Charakteristisch ist eine
große Verunsicherung und Ängstlichkeit, die mit zusätzlichen
Depressionen, Alkoholproblemen, Kauf- und Arbeitssucht oder
Essstörungen einhergeht. Ein Messie empfindet sein Leben als
zerrissen, chaotisch, widersprüchlich und in hohem Maße
frustrierend. Durch Überangepasstheit und Über- aktivität wird
häufig versucht, das eigene Verhalten zu kaschieren und
auszugleichen. Große Scham verhindert notwendige soziale
Kontakte.
All diejenigen Personen, die sich angesprochen fühlen und sich
dieser Gruppe anschließen wol- len, können sich mit Frau Voß von
der Kontakt- und Informationsstelle für
Selbsthilfegruppen im Kreis Unna unter der Tel. 02303 /
27-2829 oder der E-Mail margret.voss@kreis-unna.de
in Ver- bindung setzen.
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