
Selbsthilfegruppe
- Messie -
Krankheit oder Chaos ?
Eine Veranstaltung zum Thema Messie-Syndrom mit: Marianne Bönigk-Schulz
vom Förderverein zur Erforschung des Messie-Syndroms (FEM) e. V. findet am Dienstag, 21.03.2006 um 19.30 Uhr in der PARITÄTISCHEN Begegnungsstätte,
Simeonstr. 19, Minden statt. Betroffene sind herzlich eingeladen.
Die meisten Menschen
mit Messie - Syndrom sind äußerlich unauffällig und nicht vermüllt, wie es in den Medien gern gezeigt wird. Es gibt viele Messies, die gar kein oder
nur wenig äußeres Chaos haben!
Oft stehen oder standen die Betroffenen (auch Akademiker) im beruflichen Leben
in verantwortlicher Position, müssen strukturiert und organisiert arbeiten. Im Privaten ist die Desorganisation
ihr größtes Problem, ausgelöst durch ein inneres Gefühlschaos und ungelöste Konflikte. Da Verlassenheitspanik und Trennungsängste eine große Rolle spielen, können Probleme mit dem Horten und Nicht-Wegwerfen hinzukommen.
Messies sind ängstlich und unsicher; es können
zusätzlich u. a. Depressionen, Drogen- und Alkoholprobleme, Kaufsucht, Arbeitssucht,
Sex- und Liebessucht, Mediensucht, Spielsucht oder Ess-störungen als ein
Selbstheilungsversuch auftreten.
Oft haben diese Menschen eine Bindungsstörung, die sich in
der Schwierigkeit äußern kann, Freundschaften und Beziehungen zu anderen Personen
einzugehen. Deswegen neigen diese Menschen häufig dazu, sich zurückzuziehen und
selbst zu isolieren. Im Laufe der Zeit verstärken sich
frühe Traumata - nicht einfühlsame Eltern zu haben, die mit erzieherischer
Härte vorgegangen sind und das Gefühl erweckten, nicht angenommen zu sein -
dass sexueller oder emotionaler Missbrauch, Überforderung, Vernachlässigung,
„Sich ungeliebt fühlen“ und „ausgenutzt zu werden“, hinzukommen.
Grundvoraussetzungen
für Hilfe sind:
Betroffene müssen ihre Situation erkennen können.
Die
innere Bereitschaft der Betroffenen, ihr unter harten Bedingungen erlerntes
Verhalten zu ändern und Hilfe anzunehmen, gelingt erst, wenn sie Verständnis
und Akzeptanz durch die Gesellschaft mit anderen Menschen mit gleichen Problemen
erfahren. Eine Selbsthilfegruppe kann das sehr gut vermitteln oder ein
liebevoller Freund, der gut zuhört und nicht bewertet - oder eine Person, die
eigene Lösungsversuche von Betroffenen unterstützen hilft.
Jedoch ist davor zu warnen, wenn Freunde oder Verwandte überhöhte Anforderungen stellen oder wenn andere den Lehrmeister spielen wollen oder Erfolgsdruck ausüben.
Eine
begleitende Behandlung neben der Selbsthilfegruppe in Form einer Psychotherapie,
in der an den irrationalen - nicht hilfreichen - selbstschädigenden Gedanken
gearbeitet wird, hat sich schon oft als hilfreich herausgestellt oder die
Begleitung einer Therapeutin oder eines Therapeuten, die/der sich mit der Bindungstheorie
auskennt.
Es ist geplant, nach der Veranstaltung mit
Interessierten eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Nähere
Informationen bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle für den
Kreis Minden-Lübbecke, PARITÄTISCHE Sozialdienste, Simeonstr. 19 in 32423
Minden, Karl-Heinz Sekatsch-Winkelmann,
Renate Winkler-Werner.
Telefon:
05 71/8 28 02 17 und
mail@selbsthilfe-mi-lk.de
Im
Internet: www.selbsthilfe-mi-lk.de
und wwwwww.selbsthilfenetz.de
Wegbeschreibung:
Wegbeschreibung: Minden, Paritätische Begegnungsstätte
|
Begegnungsstätte Simeonstraße |
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Adresse: |
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Simeonstraße 19 |
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32423 Minden |
|
Telefon: |
|
0571.82802-0 |
|
Telefax: |
|
0571.82802-69 |
Mit dem PKW
1.
A2 Dortmund-Hannover,
Abfahrt Porta Westfalica, Richtung Minden (ca. 3 km)
2.
In Porta
Westfalica Abfahrt B61 links über Weser in Richtung Kaiser-Wilhelm-Denkmal (Barkhausen)
3.
Auf
rechte Linksabbieger-Spur einordnen
4.
Auf
rechter Spur B61 geradeaus weiter (ca. 4km)
5.
Im
anschließenden Kreisverkehr (sogenanne 'Birne') 2. Abfahrt rechts (Richtung Innenstadt)
Parkmöglichkeit 1: Simeonsparkplatz
(Empfohlen)
1.
Vor der
dann folgenden 2. Ampel links abbiegen
2.
Richtung
Preußen Museum (endet am Simeonsparkplatz
3.
Dann zu Fuß
entgegengesetzte Richtung wie gekommen (Fußweg Innenstadt)
4.
Bis
Straße Schwichowwall
5.
Überqueren
und geradeaus weiter
6.
Beginn
Simeonstraße nach ca. 200 m rechts: Paritätische Begegnungsstätte
Parkmöglichkeit 2: Dreiecksplatz
1.
An der 2.
Ampel (nach ca. 1 km) links abbiegen (Schilder: Holiday Inn, VHS)
2.
Sofort
nach 50 m links (Dreiecksplatz)
3.
Vom
Parkplatz aus zurück
4.
Straße
(Schwichowwall) überqueren geradeaus
5.
Beginn
Simeonstraße nach ca. 200 m rechts: Paritätische Begegnungsstätte
Mit der Bahn
1.
Bis Hauptbahnhof
Minden Westf.
2.
Von dort
mit dem Bus (mehrere Linien) zum ZOB fahren (zentraler Omnibus Bahnhof)
3.
Nach
links auf der Lindenstrasse an der LBS und der AOK vorbei bis zur Simeonstraße
gehen
4.
Anschließend
rechts in die Simeonstraße nach ca. 200 m rechts: Paritätische Begegnungsstätte